31.8. 2019: Besuch bei OMMMA

Von Heinrich Schliemann wird berichtet, er habe sich einst, Koran-Verse murmelnd, in Mekka unter die muslimischen Pilger gemischt. Die Tatsache, dass er unentdeckt wieder aus der Kaaba herauskam, gilt Schliemann-Fans (wie ich es in der frühen Jugend war) als ein weiterer Beweis seines Mutes und seiner Fremdsprachen-Begabung.

Zwar war der Islam zu Schliemanns Lebzeiten vermutlich schon so international, dass ein Pilger aus dem Abendland mit leicht norddeutsch geprägtem Arabisch kein Ding der Unmöglichkeit mehr war.

Dennoch sah ich mich letzten Samstag in der Tradition meines großen Forscher-Idols, als ich eingefleischter Wessi mich auf die 21. OMMMA – das Ost-Mobil-Meeting-Magdeburg begab.

Für all jene Zartbesaiteten aus den Alten Ländern, die es in den letzten 30 nicht gewagt haben, die Grenze gen Osten zu überschreiten, dokumentiere ich hiermit bildlich einige meiner Eindrücke*.

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(Skoda-Reisebus vor der Seebühne im Elbauenpark, wo wir schon Gregory Porter und Jan-Josef Liefers gelauscht haben)

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(Wartburg 312)

Eine MZ ES 175/1 aus den Motorradwerken Zschopau. Eine solche kommt vielleicht demnächst in einer Action-Szene meines aktuellen Manuskripts zum Einsatz, dann allerdings mit Photonentorpedos nachgerüstet.

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In gelb: Die dreirädige Krause Duo aus Leipzig war für Menschen mit Gehbehinderung konzipiert und und wurde komplett per Hand bedient.

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In so einem Barkas stelle ich mir die Gangs of Buckau in 50er Jahre- Polizeirufen vor:

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(spricht für sich)

Letztlich habe ich darauf verzichtet, in gekünzeltem Sächsisch (warum auch, in Magdeburg…) ein Sudenburger Bier zu bestellen oder den Preis eines Original Tatra-Rückspiegels zu erfragen. Ein bisschen fehlt mir halt noch zum großen Entdecker.

* Besucher und Werbeaufschriften wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen und zur Vermeidung von Schleichwerbung weitgehend aus den Bildern gemorpht. Deshalb wirken die Bilder tatsachen-entstellend menschenleer.

Kindergeschichten für die Generation Twitter

Neue Idee für ein Buchprojekt: Um Kinder rechtzeitig auf den rauhen Ton in den sozialen Netzwerken vorzubereiten, sollen sie behutsam und altersgerecht an Schimpfworte aus der Erwachsenenwelt herangeführt werden.

Textprobe: „Die anderen Tiere mieden den großen Löwen, weil er ihnen mit seiner Mähne und seinem majestätischen Gehabe ziemlich großkatzig vorkam.“

 

Recherche für Märchen-Autoren

Durch die Romane von Umberto Eco, Volker Kutscher und vielen anderen Autoren wird immer wieder veranschaulicht, wie wichtig historische Recherche für die Belletristik ist, um Lebensumstände und Denkmuster der Menschen zu der jeweiligen Zeit zu verstehen.

Aber wie recherchiert man für ein Märchen – und wo?

In England gibt es ja wenigstens den Daily Prophet. Gäbe es in Deutschland etwas Vergleichbares, nennen wir es z.B. „Magdeburger Postille“, was stünde da drin?

Einen Artikel habe ich mir schon ausgedacht, also zumindest die Schlagzeile und die Unter-Überschrift:

Sissi-Fuß

Österreichischer Hof-Podologe verzweifelt: Hornhaut der Prinzessin wächst immer wieder nach.

Lesung am 15.2.2019: Die reisende Sängerin und ihr Kind

Am Freitag, 15.2.2019, 19 Uhr lese ich wieder Texte aus der noch unveröffentlichten Geschichtensammlung „Die reisende Sängerin und ihr Kind“, diesmal im Café Verde im malerischen Herrenkrug-Park. Nähere Hinweise finden sich auf Facebook (arghhh):

https://de-de.facebook.com/events/818934508454217/

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Korsika

Inspiriert von den unvergleichlichen Eindrücken während unseres Korsika-Urlaubs (Fotos) habe ich in den letzten Wochen begonnen, Teil 4 meiner historisierenden Fantasy-Reihe zu konzipieren. Jetzt muss ich nur noch die drei Teile davor schreiben.

 

 

PS: „Dieser hauchzarte Duft nach Thymian und Mandeln, Feigen und Kastanien… und dieser Hauch von Kiefer, diese leichte Andeutung von Beifuß, diese Ahnung von Rosmarin und Lavendel… ach, meine Freunde, dieser Duft! … das ist Korsika!“

        (Osolemirnix, aus: R. Goscinny / A. Uderzo (1973): Asterix auf Korsika)

Erwin Schrödinger zum 131. Geburtstag

Aus dem Übungsheft „Belletristik für Sachbuchautoren“, Lektion 1:

Die anderen standen bereits um die Truhe mit dem gelb-schwarzen Kreissymbol versammelt, als Brenda in den Raum stürmte.

„Oh mein Gott, die Katze! Ist sie…“

Wir zuckten mit den Achseln, keiner wagte es, den Deckel der Truhe auch nur anzuheben. Aber niemals werde ich das maliziöse Lächeln von Erwin Schrödinger vergessen.